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Kulinarisches Interview Special

Zu Gast bei Christina Fischer

Leichte Weine für warme Tage

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Interview zum Thema: Leichte Weine für die warme Tage

Frau Fischer, wie definieren Sie leichte Weine?
Christina Fischer: Leichte Weine besitzen nur wenig Alkohol, maximal zwischen 10 und 12,0°. Sie kommen insbesondere aus den nördlichen Anbaugebieten. Die Trauben reifen dort langsamer, entwickeln weniger Alkohol, zeigen aber eine wunderbare Frische und Frucht sowie ein elegantes Säurespiel. Dies ist die Stärke Deutschlands: Leichte Weine mit viel Geschmack – gerade im Kabinett- und Qualitätsweinbereich. Man sollte immer auf die angegebenen Volumenprozent achten, denn Alkohol ist ein Geschmacksträger und damit im steigenden Maße nicht mehr als leichter Wein einzustufen. Leichte Weine sind meiner Ansicht nach auch nicht in Holz ausgebaut, sondern eher in Stahltanks, die die Frische bewahren und mit gut eingebundener Säure Lust auf den nächsten Schluck machen. Bei einem leichten Wein steht für mich das Unkomplizierte im Vordergrund: Ein Wein, der frisch aus dem Kühlschrank kommt, der süffig ist und Spaß macht! Er ist nicht zum Lagern da, sondern wird jung getrunken.

Welche Weinregionen produzieren leichte Weine?
CF: Neben Deutschland mit seinen Weinen von Mosel, Rheingau, Nahe und Rheinhessen, liefert auch Südtirol leichte Weine mit viel Geschmack, z.B. wunderbare Weißburgunder. Aus Frankreich sind Weine von der Loire für den Sommer prädestiniert, ich denke an Muscadet, Anjou, Touraine und leichte, trockene Vouvray-Weine. Am besten sucht man beim Einkauf Fachhändler auf, die Wert auf Qualität legen, und ansprechende Weine empfehlen. Oder aber, man kauft für den Eigentest drei verschiedene Flaschen einer Region und trinkt sie parallel. So findet man selbst schnell heraus, welche Weine qualitativ in Ordnung sind und schmecken! Das gilt auch für andere Regionen, beispielsweise Sauvignon Blancs aus Übersee oder Rosés aus der Provence.

Sind Roséweine nach wie vor angesagt?
CF: Ja, Roséweine sind weiterhin sehr gefragt. Sie sind das Bindeglied zwischen Weiß- und Rotweinen und außerdem oftmals besonders speisenkompatibel. Sie passen zu fast allen Sommerspeisen, die nicht zu fetthaltig sind, auch zu Salaten mit säurehaltigen Dressing. Allerdings gibt es auch hier Roséweine, die zum Beispiel mit 13,5° Alkohol nicht mehr leicht sind. Es lohnt daher immer ein Blick auf den auf dem Etikett angegebenen Alkoholgrad – und vor allem auf die Qualität.

Wie sieht es aus mit Schaumweinen?
CF: Auch Prickelndes steht bei den Gästen im Sommer hoch im Kurs. Ich denke an die vielen guten Winzersekte, Crémants und auch an Cidre! Es lohnt auch hier nach individuellen Winzern zu suchen. In unserem Haus zum Beispiel ist ein biodynamisch hergestellter Birnen-Cidre der absolute Renner.

Überschrift Christina Fischer
Christina Fischer

Als vinophile Spurensuche umschreibt Christina Fischer ihren Beruf. Sie gehört zu den Stars ihres Faches und serviert ihre außergewöhnliche Weinphilosophie in der Kölner Genusswerkstatt Fischers...
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